Montag, August 22, 2016

24 Stunden eines Rentners

06:30, der Wecker klingelt! Schnell stehe ich auf und mache mir einen Kaffee. Das Frühstück verschiebe ich auf später, damit ich noch genug Zeit habe um mich zu waschen und anzuziehen.
Um halb acht fährt der Bus, der mich direkt vor den Eingang der nächsten Migros bringt, die öffnet ihre Tore um acht. Ich bin etwas früher da, aber das macht nichts, so kann ich bereits in Ruhe mein Jeton für das Wägeli rauskramen und den Einkaufszettel parat legen.
Ein wenig ungeduldig stehe ich nun, vor der noch geschlossenen, Tür. Mein Blick geht zu der Uhr die direkt beim Eingang hängt und dann auffordernd zu der Verkäuferin, die endlich die Türe öffnen soll, es ist schliesslich nun genau acht Uhr und ich will nicht den ganzen Tag hier rumstehen.
5 Minuten später bin ich im Laden und beeile mich, alles auf meiner Einkaufsliste aufgeschriebene einzukaufen. Vor mir zwängt sich eine Mutter mit ihrem übergrossen Familienwagen durch die engen Gänge und neben mir höre ich ein paar Jugendliche die wohl noch schnell ihr Züni kaufen wollen. Kopfschüttelnd sehe ich ihnen nach, wie sie zur Kasse rennen. Früher hat uns unsre Mutter noch das Züni gemacht, da gab es kein Geld um schnell ein Brötli in der Migros zu posten.
Draussen treffe ich eine befreundete Frau mit ihrem Hund und wir beschliessen uns noch schnell einen Kaffee zu genehmigen bevor ich wieder nach Hause muss. Der Haushalt macht sich ja nicht von alleine.

Um zwölf muss ich kochen, damit das Essen auch pünktlich um halb eins auf dem Tisch steht, das ist einfach so, daran haben wir uns jahrelang gewöhnt. Um 10 vor zwölf fällt mir aber ein, dass ich zu wenig Bratensauce habe. Also nochmals los. Leicht gestresst hetze ich in die Migros, schnappe mit die Dose mit Bratensauce und eile zur Kasse an welcher eine Riesenschlange steht. Mit den Arbeitern ist es wie mit den Schülern. Früher haben wir uns unser Mittagessen mitgenommen, heute müssen die alle über den Mittag ins Migros gehen und Leute wie mich aufhalten. Sauerei, denke ich während ich ungeduldig anstehe. Schliesslich schaffe ich es doch bis zur Kasse, krame mein Portemonnaie heraus und schütte das Münz in meine Hand. Für diesen kleinen Betrag will ich also nicht die frische 20iger-Note anfangen. Diese 3.80 bringe ich doch auch noch so her. Und obwohl die Zeit eilt zähe ich die Münzen raus bis ich feststellen muss, dass ich genau 20 Rappen zu wenig haben. Das ist ärgerlich, aber vielleicht habe ich mich auch verzählt, der Büezer hinter mir tritt nämlich ziemlich ungeduldig dauernd von einem auf den anderen Fuss und macht mich ganz nervös. Der soll mal nicht so tun, hätte er sich sein Mittagessen mitgenommen müsste er jetzt nicht hier stehen und warten. Nein, richtig gezählt, es fehlen tatsächlich 20 Rappen, also muss ich notgedrungen doch mit der 20iger bezahlen.
Nun muss ich mich aber beeilen, wenn das Essen noch pünktlich auf dem Tisch stehen soll.

Nach dem Mittagessen, welches übrigens pünktlich fertig war, räume ich die Küche auf und mache erstmal ein Mittagsschläfchen. Nur ein kurzes, ich habe mich um 15:00 Uhr mit meiner Freundin zu Kaffee und Kuchen verabredet, also stehe ich kurz nach Zwei Uhr wieder auf und mach mich auf dem Weg in die Stadt. Das Wetter ist schön und so beschliessen wir uns draussen einen Platz zu suchen.
Wir geniessen den Nachmittag zusammen bis ich merke, dass es ja schon wieder kurz vor Fünf ist. Um 18:00 kommt doch diese Sendung auf dem Schweizer die ich unbedingt sehen will. Ausserdem gibt es dann auch Abendessen. Also verabschiede ich mich von meiner Freundin und gehe zum Bahnhof um dort in den Bus zu steigen.
Der Bus Peron ist schon voller Leute und ich muss mich durchdrängen damit ich direkt vor der Stelle stehe an welcher dann die Türen des Bus aufgehen, nicht dass ich zu spät einsteige und dann nicht mehr sitzen kann! Als der Bus kommt drängen sich immer mehr Leute heran. Etwas ungeduldig warte ich bis die Ankommenden ausgestiegen sind und dränge mich dann rein. Eine Gruppe junger Frauen setzt sich direkt auf den Vierer-Platz denn ich sonst immer nehme. Etwas ungehalten sehe ich sie an. Diese Jugend… die könnten also wirklich stehen und uns Alten Platz machen. Schliesslich sehe ich doch noch einen freien Zweier-Platz und ich setzte mich schnell auf den äusseren Platz, nicht dass ich ans Fenster gedrängt werde und mich dann mühsam rausdrängen muss, wenn ich aussteigen will. Der Bus füllt sich bis auf den letzten Platz. Alles junge laute Leute, die laut reden oder Musik aus ihren Kopfhörern so laut hören dass ich es mithören muss. Ein junger Herr fragt mich schliesslich ob der Platz neben mir noch frei ist und ich bin kurz versucht zu sagen, dass er besetzt ist, aber ich lass es dann doch sein und lass ihn mit einem lauten Seufzer nach hinten damit er absitzen kann. Ich verstehe nicht ganz warum er unbedingt sitzen muss. So wie er aussieht hat er sicher den ganzen Tag in einem Büro verbracht und konnte sicher genug sitzen. Und selbst wenn nicht, die jungen Dinger arbeiten heute doch nur noch knapp ihre 8 Stunden, da soll mir keiner sagen er wäre am Abend müde. Nicht so wie wir, die noch den ganze Tag hart arbeiten mussten.
Zwei Haltestellen vor meiner will der Herr natürlich prompt raus und ich muss schon wieder aufstehen. Dass die auch alle genau dann auf den Bus wollen, wenn ich ihn benutze. Aber das ist halt auch wieder so etwas. Früher haben wir noch bis 19:00 oder 20:00 Uhr gearbeitet, heute hat jeder schon um 17:00 Feierabend und meint dann er müsse denn älteren Menschen die Sitzplätze nehmen.

Als der Bus vor der Migros hält, fällt mir ein, dass ich ja noch ein Brot für das Abendessen brauche. Also steige ich hier mit der ganzen Menschenmenge aus um noch schnell eins zu holen. Nur schnell ist schwer.  Es ist Freitagabend und jeder meint er müsse noch einkaufen gehen. Ich verstehe das nicht, die haben doch sicher alle am Samstag frei, die könnten doch am Samstagmorgen einkaufen gehen. Wenn ich mich nicht beeile verpasse ich den Anfang meiner Sendung.
Seufzend gehe ich zum Brotregal um festzustellen, dass mein geliebtes Roggenbrot nicht mehr da ist.
Mich umsehend erblicke ich eine Verkäuferin und gehe zu ihr um sie zu fragen ob es denn nochmals Brot gibt. Mit Bedauern schüttelt sie den Kopf und meint, dass es dieses Brot nur einmal im Tag gibt und dass ich dafür schon am Morgen kommen müsste, als ob ich den ganzen Tag Zeit hätte um an Brot zu denken, dass ich am Abend brauche. Ausserdem wäre es ja dann bis zum Abend nicht mehr so frisch. Aber es hätte noch Ruchbrot auf der anderen Seite. Grummelnd nehme ich halt dieses Ruchbrot, es bleibt mir ja nichts anderes übrig. Ich schlängle mich neben all den Leuten mit ihren vollen Einkaufswagen hindurch und gehe zur Kasse an welcher, wie könnte es auch anders sein, eine Schlange steht. Eine Verkäuferin weist mich darauf hin, dass ich auch bei der Self-Scanning-Kasse bezahlen könnte, wenn ich nur ein Brot habe. Aber ich bezahle nicht gerne mit Karte, da weiss man nie ob es auch klappt und ich weiss den Pin-Code zudem nicht auswendig und überhaupt dieses neumodische Zeugs ist viel zu unsicher. Also bleibt mir nichts anderes übrig als anzustehen.
Schliesslich stehe ich vor der Kassiererin und krame mein Münz raus, davon habe ich ja nun genug, nachdem ich am Mittag mein 20iger wechseln musste.

Kurz vor sechs bin ich endlich zu Hause. Ich habe Glück und kann meine Sendung von Anfang an gucken. Gegen neun muss ich aber ins Bett, damit ich morgen um 6:00 aufstehen kann, morgen ist Samstag und da geht die Migros schliesslich schon um 7:30 auf und ich muss doch mein Roggenbrot kaufen gehen…


Dienstag, Dezember 22, 2015

40 Kilo...

... sind verdammt schwer zu tragen! Ich habe kürzlich einige Liter Getränke getragen und hatte schon fast das Gefühl ich schaffe das nicht. Es hat in den Armen gezogen und auch der Rücken hat sich gemeldet. Ein paar Liter! Heute vor einem Jahr hatte ich noch 40 Kg. mehr auf den Rippen! Rückblickend frage ich mich schon wie ich die rum geschleppt habe? Allerdings merke ich auch, dass ich heute, wenn ich laufe keine Schmerzen habe (außer ich schleppe mehrer Liter Getränke ;) ). Vor einem Jahr war das anders. Nach nur ein paar Metern haben meine Beine angefangen zu schmerzen, meine Füsse gebrannt und mein Rücken sich angefühlt als würde ich ein halbes Haus auf den Schultern tragen.

40 Kg. Unglaublich! Für jemand der sein ganzes Leben schlank und rank ist und nie mehr als 80 kg. herum getragen hat vermutlich noch weniger vorstellbar. Selbstverständlich dass man rumhüpft und sich bewegen kann wie man will. Aber für mich ist das ein völlig neues Lebensgefühl. Eine Steigerung der Lebensqualität! Nie hätte ich gedacht, dass ich so gerne raus gehe und einfach nur laufen will. Gestern morgen habe ich diese 40 Kilo weniger das erste Mal auf meiner Waage gesehen und auch wenn ich mein Ziel noch nicht erreicht habe (da müssen noch einige Liter Getränke weniger sein) bin ich einfach nur froh und dankbar, dass ich dieses, für die meisten Menschen so selbstverständliche, leichtere Leben nun auch genießen darf.

Mit dieser kleinen Erfolgsmeldung verabschiede ich mich hiermit auch für dieses Jahr und wünsche euch allen schöne, ruhige und erholsame Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wir lesen uns im 2016 wieder :)

Donnerstag, Oktober 15, 2015

Überwindungen überwinden...

Kennt ihr das, ihr geht irgendwo hin und habt das Gefühl wenn ihr dir Tür öffnet und eintretet 100 Augenpaare auf euch zu haben? Ich hatte dieses Gefühl immer wenn ich mich in ein Geschäft gewagt habe, in welchem die Konfektionsgrösse bei 46 aufgehört hat. Die Blicke der Verkäuferinnen, deren Gedanken so laut im Laden hingen, dass mich mit Sicherheit auch alle restlichen Kunden im Geschäft angestarrt haben und zu sagen schienen, was will die denn hier? Kleider in Übergrösse führen wir nicht.
Aus diesem Grund habe ich in den letzten Jahren solche Geschäfte tunlichst vermieden und meine Kleider nur noch in Läden gekauft in welchen es irgendwo hinten in der Ecke die grossen Grössen gab. Letzte Woche aber habe ich meinen Mut zusammengefasst und mich überwunden. Ich war in der Metro-Boutique bei uns in der Stadt. Und ja, es war ein eigenartiges Gefühl. Einerseits hatte ich erneut dieses Gefühl dass mich alle anstarren und hinter vorgehaltener Hand lachen, anderseits schien es mir, das mich keiner wirklich beachtet. Eigenartig eben. Ich war einer von x Kunden in dem Geschäft.
Die nächste Überwindung kam, als ich einige Kleider in die Hand nahm. Dass die Grössen höchstens bis XL gehen, brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen (obwohl ich das hier gerade mache...). auf jeden Fall habe ich ein wirklich geiles tolles Top in die Finger genommen und war kurz davor es gleich wieder hin zulegen. Meine Augen sagte mir nämlich, das geht dir nie im Leben. Dasselbe bei einem weiteren Top und einer flauschigen Jacke. Und immer wieder mein verstohlener Blick ob jemand sieht, dass ich mir Kleider angucke, die mir eh nicht gehen. Doch schliesslich habe ich mir diese Klamotten einfach geschnappt und bin damit schnurstracks zu den Umkleidekabinen gelaufen. Schnell den Vorhang zu, ein klein wenig Privatsphäre, hier kann mir nichts passieren, keiner kann sehen wie ich versuche mich in diese Kleider rein zu zwängen.
Nachdem ich mein T-Shirt ausgezogen hatte und das Top in der Hand hielt, welches immer noch viel zu klein aussah, trotz des L's welches auf der Etikette stand, zog ich es mir schliesslich über den Kopf und dann... Unglaublich!! Es passte!! Ebenso die Jacke und das zweite Top. Ja es ist nicht fluffig und weit wie viele meiner Kleider, die in den letzten Jahren meine Figur versucht haben zu kaschieren, aber es passt und, nachdem ich mich vermutlich 20 Mal vor dem Spiegel hin und her gedreht habe, befand ich sogar, es sieht verdammt heiss aus.

Wenn ich meinen Kleiderschrank öffne, sehe ich immer noch Kleider, die in meinen Augen klein aussehen, aber ich brauche definitiv nun ein klein wenig weniger Überwindung, diese Kleider an zu ziehen und auch wenn es sicherlich noch Zeit braucht, bis ich mich daran gewöhnt habe, dass ich auch einmal etwas engeres anziehen kann ohne dass die Leute komisch gucken, merke ich doch, dass ich meinen neuen Körper und dieses Lebensgefühl anfange zu geniessen. Von der Schwärmerei über Kleider die mir doch nie gehen würde, ist ein "und heute kauf ich mir dieses Teil" geworden. Ein tolles Gefühl!

Ach und bevor ich es vergesse, auch meine Waage hat mir wieder eine kleine Bestätigung gegeben, auf deren Display prangt jetzt eine 8 als erste Zahl ;)

Montag, September 28, 2015

Blutmond

Was für ein tolles Naturschauspiel! Und nein, die Welt ist nicht untergegangen^^ auf dem ganzen Arbeitsweg hat mich der Mond heute begleitet und ja, ich habe diesen Arbeitsweg heute richtig genossen, auch wenn Montag ist. Was mir dabei aber aufgefallen ist, ich hatte das Gefühl, ich sei die einzige im Zug, die diesen Mond beachtet hat. Laufen wir wirklich alle mit geschlossenen Augen durch das Leben? Sicher, ich lese morgens auch meine Zeitung oder guck mal fix auf mein Handy, aber bleibt da wirklich keine Zeit um auch mal nach draußen zu gucken? Oder für den Sitznachbar ein morgendliches Lächeln übrig zu haben? Stur gucken die Menschen durch dich hindurch, jeder in seiner eigenen kleinen Welt, der Typ im Anzug ist vermutlich bereits bei seiner Arbeit, während die junge Frau gegenüber noch über ihren Wochenende-Flirt nachdenkt. Und der junge Kerl in Arbeitshosen scheint noch zu schlafen. Aber keiner von denen wirft auch nur einen Blick nach draußen, keiner sieht diesen tollen Mond und keiner scheint zu interessieren was um ihn herum abgeht. Schade eigentlich und schade, dass viele Menschen verlernt haben solche Momente zu genießen und ihrer Umgeben ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu schenken.


Donnerstag, September 03, 2015

Es war einmal...

... ein Mädchen, welches Urlaub in Florida gemacht hat und sich dort tolle Jeans gekauft hat, die ihr gerade so knapp gingen...
Das war vor nun gut 10 Jahren. Ich habe diese Jeans damals getragen, allerdings waren sie ein wenig eng. Irgendwann gingen sie dann gar nicht mehr und wanderten in meinen Kleiderschrank irgendwo weit hinten, wenn auch mit etwas Wehmut. Kürzlich habe ich nun eben diesen Kleiderschrank ausgemistet, 2 Säcke voller Kleider die mir unterdessen zu gross sind, sind gewandert und da sind mir auch meine guten alten Jeans in die Hände gefallen. Die muss ich unbedingt mal wieder anziehen, war mein erster Gedanken, bestimmt gehen sie mir wieder. Ja, sie gehen, besser als sie jemals gingen, eigentlich schon viel zu gut. aus den sexy engen Jeans sind Hosen geworden, die mir unterdessen nun schon fast zu gross sind. Ich merke also, meine Jeans erde vermutlich auch zukünftig wehmütig im Kleiderschrank liegen, allerdings aber nun als kleines Mahnmal und Andenken, dass ich einmal Jeans in dieser Grösse hatte. Ein also schon fast etwas positiver Wehmut ;)
Übrigens, ich arbeite nun seit gut einem Monat wieder. Ja, ich hatte echt Glück, ich habe einen tollen Job bekommen, tolle Mitarbeiter und es macht echt Spass. Dafür nehme ich auch das, zugegebenermassen leicht nervige Pendeln in Kauf^^
Also zusammengefasst, mir geht’s gut ach und ich freue mich mit meinem Lohn neue Klamotten kaufen zu gehen (ich werde noch zu einer typischen Frau, die shoppen liebt…. ;))

Montag, Juli 13, 2015

Nicht ganz hundert!



Ja, ich weiss, ich bin eine schlechte Bloggerin, habe ich doch nun einige Tage nichts geschrieben. Das liegt aber einfach daran, dass es nicht wirklich viel zu schreiben gab. Naja, nicht dass in meinem Leben nix passieren würde, so ist es ja nun nicht, aber es war halt nicht soooo aussergewöhnlich dass ich extra etwas hätte schreiben müssen^^ Gut, warum ich heute schreibe ist nun für die Welt auch nicht gerade ein grosser Schritt, für mich aber schon! Ich bin nun... lasst mich rechnen noch nicht ganz 4 Monate Post-Op und habe heute mein erstes Ziel erreicht, ich bin… ja genau, ihr habts sicher schon erraten, ein UHU! Juhui^^ Echt tolles Gefühl, wenn die Waage nur noch 2 Ziffern (ohne die Kommastelle natürlich^^) anzeigt. Okay, ich muss zugeben, so rein optisch fällt mir das gar nicht auf. Ich habe das Gefühl ich sehe immer noch so aus wie vor der OP. Bei meinen Kleidern, die mir kontinuierlich zu gross werden und auch bei meiner Kondition merke ich aber, dass ich da weniger mit mir rum trage. Ihr seht also, ein kleiner Schritt für die Menschheit ein grosser für mich ;)

Und es geht mir gut dabei. Oftmals höre ich die Frage ob ich das nicht bereuen würde, ob ich nicht weniger Lebensqualität habe wenn ich nur so wenig essen kann. Ich kann das mit einem klaren Nein beantworten. Klar esse ich weniger, wobei es ganz unterschiedlich ist. Manchmal kann ich fast einen halben Teller essen, manchmal nur ein paar Gabeln voll und dann bin ich satt. Aber, und dass ist das Schöne, ich kann alles essen! Nun gut, Spaghetti habe ich mich noch nicht getraut zu essen, und vom Hörnlisalat lasse ich momentan auch noch meine Finger, nachdem mir dieser stecken geblieben ist, aber sonst? Ich probiere, ich esse, ich backe und esse und es geht. Keine Diät, keine Kalorien zählen nix. Also nein, die Lebensqualität hat nicht abgenommen sondern enorm zugenommen und das soll auch das einzige bleiben was zukünftig zunimmt^^


Montag, Mai 18, 2015

Die erste Grillparty

Es gibt so einiges zu berichten! Ich bin jetzt knapp 2 1/2 Wochen Post-OP und mir geht es von Tag zu Tag besser. Letzten Mittwoch kamen endlich die Klammern raus und ich fühle mich nun nicht mehr wie Frankensteins Braut ;). Die Narben verheilen schön und das elende beissen hat auch aufgehört. Ich gehöre übrigens zu denen die keine Geschmacksveränderung wahrgenommen hat, also ich habe immer noch dieselben Gelüste und Abneigungen gegenüber dem Essen wie vorher sprich, die Lust auf Schokolade ist mir nicht vergangen^^ Polenta hingegen - meine erste Mahlzeit im Krankenhaus! - mag ich nach wie vor nicht! Nachdem ich zudem letzte Woche auch nichts abgenommen habe, hat die Waage heute Morgen nun doch wieder 2 Kilos weniger angezeigt *jupii*! essen geht übrigens bis jetzt alles, natürlich noch keine Rohkost aber sonst blieb alles dort wo es hinsollte was ich bisher gegessen habe.

Am Samstag war ich zu meiner ersten Grillparty Post-OP eingeladen. habe ein Stück Schweinesteak, etwas Cervelat Wurst und etwas Trutenspiess probiert und leckeren Kartoffelsalat. Ging alles wunderbar, selbst etwas Vanille creme mit Erdbeeren und ein kleines Stücken von meiner selbst gemachten Geburtstagstorte ging! Interessant, esse ich nix Süsses nehme ich nicht ab, versuche ich etwas Süsses nehme ich ab... komischer Stoffwechsel, oder halt doch das Hänni-Gen von meinem Vater, ich glaube wir brauchen einfach Süsses oO!

Egal, alles ging, und es war ein toller Abend, an der Stelle mal Danke Denise und Sebi Gielen! Und auch ein Dankeschön an alle anderen, meine Eltern, meine Schwiegereltern all meinen Freunden und natürlich meinem Mann, die mich immer unterstützen und mir auch jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stehen!

Ach ja mein Hobby, dem Backen habe ich auch nicht abschwören können, deshalb gabs für das Geburtstagskind eine Busentorte, die wirklich verdammt lecker war ;)

Donnerstag, Mai 07, 2015

Ein Scheissthema, naja... nein eignetlich doch nicht^^

Naja, eigentlich bin ich etwas verspätet damit, denn ich hatte das Vergnügen bereits am Dienstag morgen um vier, da ging es endlich mit sch... ;) In der Zwischenzeit hat sich das eingependelt^^
Mir gehts btw. gut und wenn ich nicht gerade mit meiner Magenbypass-Gruppe aus dem Krankenhaus am chatten bin geniesse ich einfach mein neues Lebensgefühl. Wobei ich glaube ich bin beim essen noch etwas zu vorsichtig oder ängstlich beim ausprobieren (ich übergebe mich einfach so ungern^^). Aber denke das wird schon kommen, bis jetzt vertrage ich alles was ich gegessen habe. Nie viel und so richtig Hunger kommt eigentlich auch kaum auf ausser mein Zucker ist tief, da bekomme ich ein Hungergefühl. Aber ich geniesse alles was ich esse^^ Trotzdem freue ich mich auf nächste Woche wenn ich endlich wieder Brot versuchen kann, oder Toast oder sowas, egal^^
Am Mittwoch kommen die Klammern raus, dann juckt es hoffentlich auch nicht mehr so. Wenigstens ist das blöde Gas nun langsam raus und ich fühle mich nicht mehr wie ein aufgeblasener Ballon ;)

1 Woche Post-OP, mir geht es gut ich habe seit dem Eintritt letzte Woche 4.8 Kilo abgenommen und ich fühle mich voller Tatendrang und jeden Tag etwas weniger müde. Ja mir gehts gut^^

Sonntag, Mai 03, 2015

Ich will nach Hause^^

Und ich darf auch, wenn alles gut geht morgen heim. Gestern durfte ich zum ersten Mal was essen, flüssiger Kartoffelstock, Rahmsauce, Zuchetti und Bouillon. Das war sogar richtig lecker, nur habe ich gerade mal gut 6 Löffel runter bekommen. Egal, ich hab sie genossen ohne Ende ;)
Ach und die Waage hat heute morgen 2 Kilo weniger als gestern angezeigt, Toll!! Und mir gehts gut, ich fühle mich fit und ja ich freue mich nach Hause gehen zu dürfen. Mein neues Leben hat gut begonnen^^

Mittwoch, April 29, 2015

Nun ist es soweit!

Nun liege ich also hier im KH und warte auf morgen. Zusagen ich wäre nicht nervös wäre gelogen! Irgendwann morgen nach dem Mittag komme ich dran. Schön ist, dass noch drei andere hier sind, die auch morgen dran kommen, wir haben auf jeden Fall bereits im Aufwachraum abgemacht ;)
Oh, ich habe gerade einen leckeren Tee bekommen. Das Essen ist aucch gar nicht so übel hier, es gab ein flüssiges Birchermüessli und ein verdammt gutes Zimt-Frappe. Nur das mit dem schreiben will net, ich werde da dauernd vom Pfleger (der aber richtig nett ist) gestört und mit aufgepumptem Blutdruckmessgerät geht schreiben echt schlecht^^

Tja, was soll ich noch sagen... wie gesagt morgen fängt mein neues Leben anvund sobald ich wieder fit bin melde ich mich hier wieder und guck mal wies weiter geht^^

Dienstag, April 21, 2015

9 Kilo...

... habe ich durch die ketogene Diät verloren! Es war aber echt hart und ich bin wirklich froh habe ich es nun bald hinter mir. Interessant war, dass ich zwischenzeitlich nichts mehr abgenommen hatte und echt dachte, das wars, nun kommt wieder der Punkt an dem du nichts mehr abnimmst (so wie oftmals bei vorhergehenden Diäten erlebt). Heute morgen hatte aber die Waage doch noch mal erbarmen mit mir und hat mir tatsächlich nochmals 2 Kilo weniger angezeigt. Endspurt; eine Woche noch und dann bin ich gespannt wies nach der OP geht.

Freitag, April 17, 2015

Es wird ernst!


Heute in zwei Wochen habe ich es bereits hinter mir. Irgendwie ist die Zeit nun doch gerast! Und ja langsam werde ich schon etwas kribbelig. Da helfen mir die vielen Kommentare in der Facebook Schweizer Magenbypass und Schlauchmagen Gruppe schon enorm. Praktisch durchwegs positive Kommentare von bereits Operierten die es jederzeit wieder machen würden. Ja ich gebe zu, auf die OP freue ich mich nicht wirklich aber ich freue mich auf mein neues Leben danach.  Es ist fast wie eine Reise in ein neues Land, wer kennt das nicht, die Aufregung vor der Reise aber auch die Neugier darauf  was einem dann dort erwartet. Da ich nicht gerade ein Fan vom Fliegen bin fühlt es sich in etwa so an als müsste ich in einen Flieger steigen, dafür weiss ich, dass ich bei der Landung dann endlich alles sehen und erleben kann.
Ja es wird eine Herausforderung aber ich freue mich darauf diese zu packen!

Und nun gehe ich überlegen was ich alles für meine Reise einpacken muss ;)

Dienstag, April 07, 2015

Wie qualvoll Ostern sein kann wenn...

... man Diät macht! Da hilft auch nicht, wenn Mutter extra für mich Gemüse und Fleisch kocht ohne Kartoffelstock oder Nudeln. Überall stehen Osterhasen und Schokoladeeier und ja, trotz Diät habe ich es mir nicht nehmen lassen leckere Oster-CupCakes zu backen. Und ja sie waren lecker, den ich habe mir erlaubt eines davon zu probieren! Und die Waage hats mir nicht mal übel genommen *freu*. Nun heisst es noch 3 Wochen durchalten, weiter geht's ketogen bis zum letzten Tag, aber ich schwör euch am letzten Tag vor meiner OP werde ich mir noch einen kleinen Osterhasen gönnen, jawohl! ;)

Dienstag, März 31, 2015

noch 30 Tage...

...dann ist es soweit! Ich war gestern nochmals bei der Ernährungsberaterin und die ist (obwohl ich das Gefühl hatte seit einer Woche nichts mehr abzunehmen) sehr zufrieden mit mir. Es war der letzte Termin bei ihr vor der OP und sie hat mir bereits die ganzen Unterlagen gegeben wie ich mich danach ernähren muss (alles ist besser als das jetzt^^).
7-8Tage püriert, und ich dachte vier Wochen. Danach kann ich bereits anfangen normal zu essen, sprich es mit Brot versuchen etc. Btw. habe ich nun mit dieser ketogenen Diät in gut vier Wochen 7 Kilos abgenommen. Trotzdem freue ich mich darauf wenn ich endlich wieder ein richtiges gutes Stück Brot und leckere Teigwaren essen kann, selbst wenn es dann nur noch ein paar Löffel voll sein werden.

Ach und noch eine Neuigkeit... oder nein, die verrate ich euch erst wenn es sicher ist ;)

Bis dann oder so long^^

Dienstag, März 10, 2015

Mein neues Leben...

beginnt am 30. April 2015! Denn dann habe ich meinen OP-Termin. Ich kann es kaum erwarten und ertappe mich schon dabei wie ich die Tage zähle^^ Verrückt, wer freut sich schon auf eine Operation? Gut, auf die Operation freue ich mich nun auch nicht wirklich, aber halt auf das Leben danach. Bis dahin heisst es nun noch durchalten mit der ketogenen Diät. Mal sehen wie viel ich damit noch abnehme.

Btw. ich freue mich immer über Kommentare.

Donnerstag, März 05, 2015

Ketogene Diät

Am Montag war ich bei der EB (Ernährungsberatung). Nix ist mehr mit; "Ach ich gönne mir noch etwas Schokolade, oder ein leckeres Eis) Mindestens zwei Wochen heisst es nun strickte ohne Kohlenhydrate leben - warum muss Schokolade auch Kohlenhydrate haben? *sfz* - .
Ich muss zugeben, ich fühle mich im Moment damit nicht wirklich toll, nach jeder Mahlzeit renne ich aufs Klo und meine Energie ist irgendwo nur nicht mehr bei mir. Trotzdem ziehen wir das nun durch, ist ja eigentlich der letzte Schritt vor der Operation, wäre ja gelacht, wenn wir den nicht auch noch schaffen!

Btw. morgen erfahre ich endlich den OP-Termin^^